Jean-Pierre DESMOULINSJean-Pierre DESMOULINS

Bridge lernen

Denkt gemeinsam

Abschnitt 26 von 31 im Kurs Entdeckung.

AH playing cardKD playing cardQS playing card

Gutes Gegenspiel hat folgende Ziele:

  1. möglichst genau wissen, was der Alleinspieler hat
  2. ihn daran hindern, seinen Spielplan umzusetzen

Die Informationsquellen der Gegenspieler sind:

  1. Die Reizung (West eröffnet 1♥ : Er hat mindestens 5, usw.)
  2. Die Spielweise des Alleinspielers (er spielt aus einer kurzen Farbe des Dummys, also wird er versuchen, in der kurzen Hand zu schnappen)
  3. Die Informationen, die der Partner während des Spiels mit seinen Karten gibt: die Markierung

Bei kleinen Karten: gerade oder ungerade

Die wichtigste Information deines Partners ist seine Kartenanzahl in der gespielten Farbe. Genauer gesagt zeigt er, ob er eine gerade oder ungerade Anzahl hat (mit den übrigen Informationen kannst du dann herausfinden, ob es 2 oder 4, 3 oder 5 usw. sind).

Das haben wir schon beim Ausspiel gesehen:

  • Mit einer ungeraden Kartenanzahl spielst du zuerst die kleinste und dann aufsteigend (♣J9742: die 2, dann die 4 usw.);
  • mit einer geraden Kartenanzahl spielst du eine hohe (meist die 2. von oben) und dann die kleinste (♠9752: die 7, dann die 2).

Du hältst 864 in der ausgespielten Farbe. Keine der drei Karten kann einen Stich gewinnen, und ihr markiert gerade-ungerade. Wie beginnst du deine Markierung?

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Du hast drei Karo, der Dummy hat vier. Dein Partner markiert mit nutzlosen Karten zuverlässig gerade-ungerade und hat zuerst hoch, dann niedrig gespielt. Nach den bereits gesehenen Karten hatte er mindestens zwei und höchstens drei. Wie viele Karo hatte der Alleinspieler?

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Bei hohen Karten: höchste der Sequenz und niedrigste gleichwertige Karte

Wenn du im Verlauf des Spiels eine Farbe anspielst, in der du 2 oder mehr aufeinanderfolgende Figuren hast (eine Sequenz), spiele die höchste (die höchste der Sequenz): Dein Partner weiß dann, dass du auch die nächstniedrigere hohe Karte hast. Genau wie beim Ausspiel.

Für die 3. Position sieh dir dagegen Folgendes an.

Nord
♦1072
West
♦K83
Ost
♦Q
Süd
♦A

Du sitzt auf West und spielst im Verlauf des Spiels ♦3. Danach siehst du nacheinander ♦2, ♦Q und ♦A. Weißt du, wo der Bube sitzt? Nein.

Ändern wir den Stich nun ein wenig:

Nord
♦1072
West
♦K83
Ost
♦J
Süd
♦A

Diesmal wird der Bube vom Ass genommen. Denk jetzt 5 Minuten darüber nach. Kann die Dame bei Süd sein, etwa so:

Nord
♦1072
West
♦K83
Ost
♦J54
Süd
♦AQ96

Nein. Süd ist nicht verrückt: Er könnte mit der Dame nehmen und sein Ass für einen 2. Stich behalten. Das lässt er sich nicht entgehen.

Die Dame ist also nicht bei Süd, und die Verteilung sieht eher so aus:

Nord
♦1072
West
♦K83
Ost
♦QJ54
Süd
♦A96

Du gibst deinem Partner mehr Informationen, wenn du in 3. Position die niedrigste von gleichwertigen Karten spielst.

Dein Partner spielt die 2, der Dummy die 5. Du hältst in dritter Position KQ93. Welche Karte spielst du?

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Jetzt bist du dran. Du wirst sehen ... eigentlich wissen wir eine ganze Menge.

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